Bei dieser Veranstaltung geht es um eine kritische Auseinandersetzung mit der in Österreich eingeführten Mindestsicherung und die Gegenüberstellung eines alternativen Sicherungsmodells, wie es u.a. die Katholische Sozialakademie Österreichs (KSÖ) vertritt: das „bedingungslose Grundeinkommen“.
Aus einer Stellungnahme der KSÖ: „Beim bedingungslosen Grundeinkommen erhält jede/jeder ausreichende Mittel, um leben zu können – bedingungslos, eben ohne Voraussetzungen. Der Staat bewertet nicht, ob Erwerbsarbeit besser ist als andere Tätigkeiten und lässt den Menschen den Freiraum, selber verantwortlich tätig zu sein. Ein flexibles Kombinieren von Erwerbsarbeit, unbezahlter Tätigkeit oder politisches Engagement würde ermöglicht, so die Befürworter/innen eines bedingungslosen Grundeinkommens – denn Arbeit ist mehr als Erwerbsarbeit. Niemand müsste mehr Existenzängste haben, und dadurch würde viel Kreativität freigesetzt werden. Würden alle notwendigen Dinge getan, die wir brauchen, fragen die Skeptiker/innen des bedingungslosen Grundeinkommens. Genau so gut könnte aber auch gefragt werden: würden nicht vielmehr unnötige Konsumartikel nicht mehr erzeugt, weil sie niemand mehr herstellen will? Braucht es die „starke Hand“ des Staates, wie sie bei der Mindestsicherung gegeben ist, damit Menschen sich sinnvoll in die Gesellschaft einbringen? Oder wäre mehr Vertrauen möglich? Denn bereits jetzt werden mehr als 50 Prozent der in der Gesellschaft erbrachten Arbeit unbezahlt verrichtet. „Utopie“ sagen die einen, „notwendige, realistische Alternative“ die anderen.“
Referentin:
Mag.a Margit Appel
Politologin, Erwachsenenbildnerin (ABI), Mitarbeiterin der Katholischen Sozialakademie Österreichs (KSÖ), dort zuständig für Gesellschaftspolitik und politische Erwachsenenbildung, Mitglied im Frauennetzwerk Armut der Armutskonferenz
Kontakt: Mag.a Elisabeth Ohnemus oder office@bildungswerk.at



