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Arbeitsdruck und Eigenverantwortung am globalisierten Arbeitsmarkt - Von der vermeintlichen „Naturgesetzlichkeit“ von Standortwettbewerb und Sozialabbau

Viele Menschen „erleiden ein Schicksal“ am globalisierten Arbeitsmarkt: Erhöhung des Arbeitstempos, Lohnstagnation, Sozialabbau oder gleich Arbeitsplatzverlust und Lehrstellenmangel. Betriebsverlagerungen oder deren Androhung, die Konkurrenz mit Billiglohnländern und die „Globalisierung“ schaffen breite Verunsicherung und Zukunftsängste. Gleichzeitig werden wir unter dem Schlachtruf der Eigenverantwortung ermahnt, uns an diese unveränderlichen Gegebenheiten anzupassen.
Woher der Druck und die Beschleunigung kommen, darüber wird nicht gesprochen. Darüber – wer macht den Standortwettbewerb?, welche Rolle spielen die Finanzmärkte? – sollten wir aber sprechen, ganz besonders eigenverantwortliche Menschen, weil Eigenverantwortung nur sekundär heißt, sich innerhalb von gegebenen Rahmenbedingungen zu bewähren und primär, die Rahmenbedingungen selbst gemeinsam zu schaffen. Weder Kapitalismus noch Standortkonkurrenz noch Sozialabbau sind Naturgesetze, sie werden politisch gemacht. Dabei gewinnen manche, viele verlieren. Schon das Verständnis und die öffentliche Diskussion darüber, was passiert, kann helfen, das scheinbar „persönliche“ Schicksal in eine gesellschaftliche Logik einzubetten und uns zum gemeinsamen Handeln bewegen.

Ziele:
„Argumentationstraining gegen Standortparolen“: Vermittlung von Argumenten gegen die häufig propagierte „Naturgesetzlichkeit“ von Standortwettbewerb und Sozialabbau
Sensibilisierung für die Unterscheidung von individueller und politischer Verantwortung bei Vorgängen am Arbeitsmarkt
Vermittlung von Motivation, persönliche Erfahrungen im Gesellschaftsganzen zu deuten und solidarisch aktiv zu werden

Vortrag mit Gespräch

Referent:
Christian Felber, geb. 9.12.1972 in Salzburg, Studium (Spanisch, Politikwissenschaft, Psychologie, Soziologie) in Wien und Madrid, Mitbegründer von Attac Österreich (Attac – Netzwerk für eine demokratische Kontrolle der Finanzmärkte), derzeit Sprecher von Attac, freier Publizist und Autor (u.a.: 50 Vorschläge für eine gerechtere Welt, Deuticke, 2007, Neue Werte für die Wirtschaft, Deuticke 2008)

Kontakt: Mag.a Elisabeth Ohnemus
Tel: 01/51 552-3319;
e.ohnemus@edw.or.at

(red)

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