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Es geht auch anders - Sozialverträgliches Wirtschaften am Beispiel der Waldviertler Schuhwerkstatt in Schrems

Aus einem Brief der Waldviertler: „Die Waldviertler Schuhwerkstatt wurde 1984 unter Sozialminister Dallinger als Arbeitsplatzprojekt gegründet. Dallinger war ein Freund der selbstverwalteten Betriebe. Er setzte auf Arbeitermitbestimmung und auf Arbeiterselbstverwaltung. Mit seinem Flugzeugabsturz war der wichtigste Mentor dieser Idee tot. Das Projekt war beladen mit vielen sozialen Wünschen, die letztlich auch teuer und ohne Unterstützung nicht möglich waren. Es war die Leistung des damaligen Geschäftsführers Gerhard Benkö, GEA, den wichtigsten Kunden der Schuhwerkstatt, ins Boot zu holen. Wir sind stolz darauf, den Standort im Waldviertel bis jetzt zu halten, noch dazu, wo in ganz Niederösterreich alle Schuhfabriken zugesperrt haben.“

GEA, eine Schuh- und später auch Möbelgeschäftskette, wurde von Heini Staudinger gegründet. 1984 hatte er sein erstes Schuhgeschäft eröffnet. 1991 wurde Heini Staudinger Miteigentümer der Waldviertler Schuhwerkstatt, seit 2006 ist er Alleineigentümer. 2004 holte er auch die 1986 gegründete GEA Möbelwerkstatt nach Schrems. Heute arbeiten in Schrems mehr als 50 Menschen, 1994 waren es 12 gewesen.
Staudinger: „Heute erpressen die Händler üblicherweise die Produzenten so lange, bis denen die Luft ausgeht. Durch die eigentumsmäßige Verschränkung macht das keinen Sinn. Durch die enge Zusammenarbeit leben beide.“

Vortrag mit Gespräch in der einladenden Pfarrgemeinde
oder Vortrag mit Führung durch die Schuhwerkstatt und Gespräch in Schrems

Ziele:
Information über ein Modell alternativen, sozialverträglichen Wirtschaftens in der Region
Vermittlung von Argumenten gegen das „Naturgesetz“ des Standortwettbewerbs (Standard-Parole: Produktionsstätten können gar nicht anders als abwandern…)
Wissen „aus erster Hand“/persönliche Begegnung mit einem Betriebsinhaber
Sensibilisierung für Möglichkeiten solidarischen Handelns in den Bereichen Wirtschaft und Arbeit

(red)

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