Die österreichische Armutskonferenz als Instrument zur Analyse von Ungleichverteilung sowie zur Ermächtigung Armer und sozial Ausgegrenzter
Die Österreichische Armutskonferenz ist eine breite zivilgesellschaftliche Bewegung, die einerseits Mechanismen der Ungleichverteilung offenlegt, andererseits Betroffene – arme, sozial ausgegrenzte Menschen – auf vielfältige Art zu ermächtigen sucht, sich selbst wahrzunehmen, sich zu solidarisieren und zu artikulieren: via Öffentlichkeitsarbeit, via politischem Lobbying, via konkreter Projekte, u.a. „Sichtbar werden“. Dieses Projekt will „Anliegen, Leistungen, Probleme und Notwendigkeiten selbstorganisierter Betroffenengruppen aufzeigen und Möglichkeiten des Austausches, der Vernetzung und Weiter-/Entwicklung von Veränderungsstrategien schaffen“. Zu diesen Strategien zählen auch Formen des zivilen Ungehorsams wie Demonstrationen, Straßenaktionen, Petitionen oder der Widerstand gegenüber behördlichen Auflagen wie sie etwa – ein Beispiel – organisierte Arbeitslose gegenüber dem AMS praktizieren.
Diese Veranstaltung soll Einblick geben in das Selbstverständnis und die Arbeitsweise der Österreichischen Armutskonferenz, zugleich den Blick öffnen für von Armut Betroffene und für Möglichkeiten, sich als Pfarre oder einzelne/r zu solidarisieren bzw. konkrete Hilfeleistungen anzubieten, um „ein gutes Leben für alle“ zu gewährleisten.
Vortrag mit Gespräch
Referent:
Martin Schenk
Studium der Psychologie, Sozialexperte, Mitarbeiter bei der evangelischen Diakonie, Mitbegründer der Österreichischen Armutskonferenz, derzeit Mitarbeiter im Koordinationsteam
Kontakt: Mag.a Elisabeth Ohnemus oder office@bildungswerk.at




