Die negativen Auswirkungen unregulierter Finanzmärkte sind seit Herbst 2008
allgegenwärtig. Während die Gewinne der Großbanken viele Jahre lang nur wenigen zugute kamen, soll für die Verluste die Allgemeinheit zahlen.
Das Geld, das Staaten zur Stützung von maroden Banken brauchen, fehlt bei Gesundheit, Bildung und sozialer Absicherung. Was läuft schief auf den internationalen Finanzmärkten?
Der Vortrag diskutiert die ökonomischen und sozialen Fehlentwicklungen infolge dreißig Jahre langer Finanzmarktliberalisierung. Nicht Wohlstand für alle, sondern Instabilität und ein Anwachsen der Kluft zwischen Arm und Reich ist die Bilanz. Der Vortrag beleuchtet die Ursachen und Auswirkungen der 2008 sichtbar gewordenen und anhaltend wirksamen Wirtschaftskrise.
Neben fundierter Kritik werden im Vortrag auch Lösungen und
Handlungsmöglichkeiten für die nationale und internationale Politik
aufgezeigt. Demokratische Politik muss die Regeln bestimmen und wieder für stabile Finanzmärkte sorgen. Diese müssen die Realwirtschaft unterstützen anstatt sie zu dominieren und zu destabilisieren. Finanzmärkte müssen im Dienste einer sozialen und nachhaltigen Entwicklung stehen und gerechte Verteilung ermöglichen.
Mag. Markus Spitzer
Mitglied der Finanzgruppe von Attac Österreich, Politikwissenschafter, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Österreichischen Institut für nachhaltige Entwicklung
Kontakt: Mag.a Elisabeth Ohnemus oder office@bildungswerk.at



