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Arm und Reich in Zeiten der Krise. Was die Konjunkturprogramme (nicht) leisten

Bei dieser Veranstaltung geht es um den Umgang mit der Finanz- und Wirtschaftkrise vor dem Hintergrund der (wachsenden) Kluft zwischen Arm und Reich.  Grundlage ist eine ausführliche Information über das von der österreichischen Bundesregierung geschnürte Maßnahmenbündel zur Stabilisierung der Wirtschaft („Bankenhilfspaket“; „Mittelstandsmilliarde“ als erstem Konjunkturpaket, das vor allem zinsbegünstigte Kredite für kleine und mittlere Unternehmen bereitstellt; Konjunkturpaket II, das umfassende Infrastrukturinvestitionen der öffentlichen Hand im Zentrum hat; Steuerreform). In einem zweiten Schritt geht es um eine kritische Prüfung dieser Programme im Blick auf ihre Verteilungswirkung und sozial integrative Wirkung: welche Chancen bieten die Programme für das untere Einkommensdrittel? Welchen Stellenwert haben Sozialinvestitionen – in den Programmen/für die gesellschaftliche Integration/für das ökonomische Potential einer Volkswirtschaft? Welche Maßnahmen ermöglichen einen Weg aus der Krise, der alle gesellschaftlichen Gruppen berücksichtigt und ihnen gleichermaßen Chancen auf Teilhabe eröffnet?

Projektziele
Ausstattung von Interessierten mit Sachkenntnis über aktuelle politische Vorgänge, die die gesellschaftliche Kluft zwischen Arm und Reich betreffen und beeinflussen
Stärkung der Teilnehmer/innen als politische Subjekte, Schärfung ihres Bewußtseins, eingeschlagene „Wege aus der Krise“ kritisch, hinterfragend, kontrollierend, auf Transparenz pochend (s. demokratische Tugenden) zu begleiten, um eine weitere Ungleichverteilung von Teilhabechancen zu verhindern bzw. ihre Aufhebung voranzutreiben
Einen Beitrag leisten zur Herausforderung, aus der Krise zu lernen: die Krise als Demokratie- und Bildungskrise (These: Krise konnte sich so entwickeln, weil es – auch -  an demokratischer Kontrolle und Erziehung zu demokratischen Tugenden gefehlt hat) braucht als Antwort Maßnahmen zur (Aus-)Bildung dieser demokratischen Tugenden – insbesondere, wo es um Verteilungsfragen geht bei der nun anstehenden Bewältigung der Krise.

Referentin:

Mag.a Margit Appel

Politologin, Erwachsenenbildnerin (ABI), Mitarbeiterin der Katholischen Sozialakademie Österreichs (KSÖ), dort zuständig für Gesellschaftspolitik und politische Erwachsenenbildung, Mitglied im Frauennetzwerk Armut der Armutskonferenz

Kontakt: Mag.a Elisabeth Ohnemus oder office@bildungswerk.at

(red)

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