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Ausgeliefert? Aufgaben und Chancen der Politik angesichts der „Macht der Märkte“ und einer ausgehöhlten Demokratie
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Als 2008 Finanz- und Wirtschaftskrise weithin wirksam wurden, reagierten die Politiker/innen ganz in der Logik der „Märkte“: sie zahlten. Und retteten „die Welt“. Sie verhinderten einen globalen Wirtschaftskollaps und schufen enorme Staatsschulden. Sie erklärten aber auch, es müssten die Finanzmärkte reformiert werden, es müsse die Macht großer Investoren und Banken verringert werden. Allein: sie taten kaum dergleichen. Das Rad drehte sich wie gewohnt weiter.

Mittlerweile wenden sich die Finanzmärkte gegen einzelne Staaten, Ratingagenturen geben national wie international verantwortlichen Politiker/n/innen vor, wie sie zu handeln haben. Die Mehrheit der Bürger/innen vermag ihre Vorstellungen von Verteilungsgerechtigkeit nicht mehr durchzusetzen gegen den Lobbyismus einer globalen Wirtschaftselite. Postdemokratische Verhältnisse nehmen Gestalt an. Was braucht es, um (jetzt noch) gegenzusteuern? Wie kann eine Erneuerung und Stärkung der Demokratie vor sich gehen? Welche Rolle spielen dabei zivilgesellschaftliche Kräfte?

Univ.-Prof. Dr. Walter Ötsch analysiert die aktuelle Lage und zeigt Perspektiven auf. Als profunder Kritiker neoliberaler (Finanz-)Wirtschaft hat er in den vergangenen Jahren mit einer Vielzahl von Publikations-, Diskussions – und Forschungsbeiträgen den öffentlichen Diskurs zum Thema entscheidend mitgestaltet. Zuletzt hatte er im Dezember 2011 den britischen Politik- und Sozialwissenschaftler Colin Crouch, der den Begriff der „Postdemokratie" wesentlich geprägt hat, zu einem Symposium nach Linz geladen.

Zeit: Donnerstag, 15. März 2012 19.00 Uhr

Ort: Seminarraum im Katholischen Bildungswerk Wien
       Stephansplatz 3/2. Stock, 1010 Wien

 

Eine Veranstaltung des Katholischen Bildungswerks Wien in Kooperation mit der Katholischen Sozialakademie Österreichs (ksoe)

Um Anmeldung wird gebeten: anmeldung@bildungswerk.at oder 01/51552-3319

Kosten: Euro 7,-, für Studierende Euro 3,50

Der Folder als pdf zum Download.

(red)

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