1. Dezember

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Am Samstag vor dem 1. Adventsonntag wurden bei uns immer Strohhalme zugeschnitten und flachgebügelt. Das Stroh war vom eigenen Bauernhof und wurde nicht nur als Streu für die Tiere verwendet, sondern auch für die Strohsäcke, auf denen wir schliefen und die 2x im Jahr frisch gestopft wurden. Die schönsten Halme wurden aussortiert als Dekoration für Advent und Weihnachten. Wir bastelten daraus Fenstersterne und Christbaumschmuck. Der wichtigste Verwendungszweck für uns 7 Kinder (und wohl auch für unsere Eltern) war aber, die Krippe damit auszupolstern!

Wie in jedem Bauernhaus war auch bei uns die Krippe der Mittelpunkt von Weihnachten. Immer, wenn wir besonders brav waren, bekamen wir von der Mutter einen der gebügelten Strohhalme für die Krippe. So waren auch wir Kinder mitverantwortlich dafür, dass das Jesuskind zu Weihnachten eine weiche Liegestatt bekam.

(Marie Luise Kerschbaum)

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