13. Dezember

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Sankta Lucia - das schwedische Lichterfest

Eine Kindheitserinnerung

Aufgewachsen bin ich in dem schönen Land Schweden, wo ich eine sehr unbeschwerte und naturverbundene Kindheit erlebte. Obwohl den österreichischen Traditionen sehr verbunden liebten und lebten wir auch die schwedischen Gebräuche. Einer davon ist mir ganz besonders in Erinnerung geblieben. Das traditionelle Lichterfest der heiligen Lucia, das am 13. Dezember gefeiert wird. In der Regel übernimmt die älteste Tochter die Rolle der Lucia und ich hatte das große Glück, dass mit diese Rolle erstmals im Alter von neun Jahren zugeteilt  wurde. Mit der Anprobe des typischen weißen Kleides begann ein sehr aufregender Tag. Für den Kopf wurde ein Lichterkranz aus vier Kerzen, eine sogenannte Luciakrone – gebastelt. Ich fühlte mich wie eine Prinzessin und wurde von meinen Geschwistern bewundert und auch beneidet. Am Abend fand der traditionelle Lichter Festzug mit den Nachbarsfamilien angeführt von der Heiligen Lucia statt. Dazu sangen wir gemeinsam das Lied „Sankta Lucia. Die Fenster der schneebedeckten Häuser waren weihnachtlich geschmückt und mit leuchtenden Kerzen geziert. In den Familien wurde „Glögg“, ein Glühwein mit Rosinen und Mandeln ausgeschenkt, für uns Kinder natürlich ohne Alkohol. Besonders freuten wir uns über die köstlichen schwedischen „Pepparkakor“, schwedischen Pfefferkeksen, nach einem traditionellen Rezept gebacken. Der Rahmen in dem das anschließende Abendessen stattfand war sehr feierlich. Dieses bedeutende Fest, knappe zwei Wochen vor Weihnachten, war für uns Kinder schon eine wunderbare Einstimmung auf den Heiligen Abend. Zu den Schweden kam der „Jultompte“ – der Weihnachtsmann – mit seinen Wichteln und zu uns kam das Christkind.

Dezember 1968

(Karin Prucha)

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