2. Dezember

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Am 1. Adventsonntag ging der Vater nachmittags in unseren Wald, um den Christbaum auszusuchen. Mein älterer Bruder und ich durften schon mitgehen, während die jüngeren Geschwister zuhause blieben – man wollte ihnen ja nicht den Glauben an das Christkind vorzeitig rauben. Wir drei suchten also den schönsten Baum aus, der dann 3 Tage vor dem Vollmond geschnitten und im kühlen Schuppen gelagert wurde, damit er sich lange frisch hielt. Unser Christbaum blieb immer bis Lichtmess (2. Februar) stehen und verlor bis dahin nie seine Nadeln.

Wenn wir von unserem Waldspaziergang heimkamen, erwartete uns duftender Schwarztee mit Zuckerwürfeln, die unsere Mutter an Orangenschalen abgerieben hatte für das besondere Aroma. Vater und Großvater bekamen zum Aufwärmen noch einen „Schuss“ selbstgebrannten Zwetschkenschnaps in den Tee. Dazu gab es Striezel mit Butter und Marmelade, alles natürlich selbstgemacht – ein köstlicher Beginn des Advents!

(Marie Luise Kerschbaum)

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