7. Dezember

© Auer

Als Kind bin ich mit 5 Geschwistern in Salzburg aufgewachsen. In unserem katholisch geprägten Elternhaus war es üblich, in der Adventzeit eine kleine leere Krippe aufzustellen, in die jeden Abend diejenigen Kinder, die tagsüber „brav“ waren, einen echten Strohhalm legen durften, damit das Jesuskind dann zu Weihnachten genug Stroh in der Krippe hatte. Wäre ich alleine gewesen, hätte das Neugeborene sicherlich gefroren, aber meine Geschwister sorgten für reichlich Material.

Im Gegensatz zu meinen sehr guten Noten in der Volksschule erhielt ich am Ende des Trimesters Anfang Dezember im Zeugnis der ersten Klasse Realgymnasium ein „Genügend“ in „Handarbeiten“. Dies bewirkte, dass die Eltern enttäuscht waren und dass mir der Nikolo anstatt von Äpfeln und Nüssen in diesem Jahr nur Kohlen und Erdäpfel brachte.

 

(Elmar Bamberg)

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