8. Dezember

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Advent in Lyon, Frankreich

Für mich ist Advent tief mit dem 8. Dezember verbunden. Seit dem Mittelalter widmen die Lyoner jährlich der Heiligen Maria ein Lichterfest (Fête des Lumières), nachdem sie von der Pestseuche verschont geblieben wurden.

Zu Hause stellten wir einen kleinen Altar mit einer Marienstatue, rund herum kleine Lampions. Wir ließen bewusst die Stromlichter aus, um in den Genuss der warmen Kerzen zu kommen. Ab und zu lasen meine Eltern eine Bibelgeschichte.

Dann stellten wir bei Dämmerung lauter kleine bunten Gläser mit Lampions („lumignons“) auf das Fensterbrett. Weh, wenn Regen oder Wind unsere Lichter wegbliesen. Da wurde ganz schön geschimpft!

Danach durften wir uns warm anziehen und aufgeregt mit den Eltern durch die Gassen gehen und die beleuchteten Häuser bewundern. Natürlich auch, um mit dem scharfen Blick feststellen zu können, wer es am schönsten beleuchtet hatte oder überhaupt faul gewesen war …

Es war auch Anlass, die neu ausgestellten Krippen in den Pfarren zu beschauen. Ein Muss war immer der Besuch der lebendigen Krippe im früheren Hospiz. Die Tradition wollte, dass das Jesuskind ein frischgeborenes Baby war.

(Anne Dorda)

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