Ausstellung Menschenrechte

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Aktuelle Ausstellung im Curhaus: Menschenrechte und die Trotzmacht des Geistes

Im Curhaus ist derzeit die Ausstellung „Menschenrechte und die Trotzmacht des Geistes“ zu sehen – eine eindrucksvolle Schau, die zentrale Fragen der Menschenwürde, des gesellschaftlichen Miteinanders und unserer gemeinsamen Verantwortung beleuchtet.

Die Ausstellung lädt dazu ein, innezuhalten, hinzuschauen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Sie ist während den Bürozeiten der Abteilung Erwachsenenbildung im 2. Stock frei zugänglich.



Die Ausstellung „Menschenrechte und die Trotzmacht des Geistes“ wurde von Frau Barbara Pototschnig in Bruck initiiert. Die Brucker Teilnehmer:nnen waren von Beginn an eingebunden und arbeiteten mit. Also von der Konzepterstellung, Auswahl der Methode und der Themen und auch in Bezug auf die Organisation. Das Projekt wurde dann ausgeweitet und weitere Kunstwerke wurden von den Meinrat-Beratungsstellen Graz und Leibnitz sowie von Jugend am Werk Mürzzuschlag gestaltet. Die Lebenshilfe Bruck-Kapfenberg arbeitet mit Menschen mit Behinderung. Sie steuerte neben den Räumlichkeiten (Galerie) auch eine große Skulptur bei. Insgesamt waren mehr als 50 KünstlerInnen mit dabei - und mehr als 10 Personen aus dem pädagogischen Bereich. Das Projekt wurde auch deswegen so groß, weil die Lebenshilfe seit Anfang 2024 eine geförderte Galerie hat, wo verschiedenste Künstler auch jene mit Einschränkungen zu verschiedensten Themen ausstellen können. Bei uns im Curhaus können sie nur einen Teil der Ausstellung sehen.

In der Ausstellung inkludiert sind Menschen verbindende Inhalte aus der Sinnlehre und Logotherapie des Psychiaters Viktor Frankl. Als Überlebender des Holocaust spürte er die Gewalt gegen die Menschlichkeit hautnah. Frankl setzte sich ein gegen Kollektivschuld, Polarisierung, Verschwörung und Fanatismus. Mit der „Trotzmacht des Geistes“ befähigte er Menschen, Frust, Angst und Schmerz in Lebenskraft zu verwandeln – durch selbstverantwortliches Handeln oder im Ertragen ihres Leides. Er gab Menschen Mut, frei Stellung zu beziehen und „Nein“ zu sagen. Denn Frankls Trotzmacht meint: „Man muss sich nicht alles von sich selbst gefallen lassen.“

Zu Beginn war das Ziel von Frau Pototschnig Ziel aufzuzeigen, wie wichtig es ist, dass sich Menschen aus allen Bereichen und sozialen Schichten mit dem Thema auseinandersetzen, sie ihre Sicht aufs Thema schärfen und sich eine entsprechende Haltung aneignen, damit sie polarisierenden Tendenzen klar und deutlich entgegentreten können. Jede/r sollte sich für die eigenen Rechte einsetzen können und gleichzeitig die Rechte anderer würdigen und anderen Menschen zur Seite stehen, wenn Rechte und Würde verletzt werden. Gerade auch auf Social Media ist eine menschenrechtlich korrekte Einstellung mehr und mehr gefragt. All das sollte Thema sein, und wurde es auch.

Die künstlerischen Workshops wurden vorweg begleitet mit theoretischen Inputs und Selbstreflexions-Phasen. Alle Teilnehmenden waren in alle Vorgänge eingebunden und konnten mitentscheiden. So wurde von einer kleinen Idee – aufzeigen und anregen wollen – eine größere, die auch jetzt noch nach außen wirkt. Die Weiterführung der Ausstellung wird jetzt nicht mehr von Jugend am Werk finanziert.



Wir freuen uns über Ihr Interesse und Besuch!

März – Mai 2026 │9 – 16 Uhr │im Curhaus am Stephansplatz 3/2

br/cw

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