Neue Kirchenführer:innen gesendet

Neue Kirchenführer:innen für das Weinviertel und darüber hinaus

20 interessierte und von ihren Pfarren beauftragte Menschen wurden durch Weihbischof Stephan Turnovszky am 5. September in ihren ehrenamtlichen Dienst gesendet. Erstmals wurde der Kirchenführer:innen-Lehrgang diözesanübergreifend durchgeführt.

18 Menschen aus dem Weinviertel und zwei aus der benachbarten Diözese St. Pölten nahmen am diesjährigen Kirchenführer:innen-Lehrgang mit dem Schwerpunkt „Von Stiftspfarren und Wallfahrtskirchen“ teil. Am Samstag, 5. September 2026, konnte der Wiener Weihbischof, Stephan Turnovszky, die neuen Kirchenführer:innen im Rahmen eines Gottesdienstes in der Wiener Bernardikapelle in ihren Dienst senden. Dabei strich der Weihbischof besonders die Aufgabe des einladenden Öffnens der Kirchen für die Beucher:innen heraus und dankte den Absolvent:innen für ihren Dienst in den Pfarren.

Lesen, Verstehen und Begreifen

"Wenn wir durch eine Kirche führen, vermitteln wir mehr als Jahreszahlen, Baustile und Kunstwerke. Wir öffnen Türen und zugleich eine Welt. Der deutsche Journalist Klaus Prömpers beschreibt seine ehrenamtliche Tätigkeit am Kölner Dom auch als 'Kirchenvermittler'. Es geht darum, die spirituellen, historischen und kulturellen Dimensionen eines Kirchenraumes zugänglich zu machen. Nicht unbedingt, um zu missionieren, sondern um Menschen zum Lesen, Verstehen und Begreifen einzuladen", betonte der Direktor des Katholischen Bildungswerkes, Georg Radlmair, bei der Dekret-Verleihung. 

Unterschiedlich, vielfältig und abwechslungsreich

Die Schulungsmodule fanden an unterschiedlichen Orten statt, wo sich die Teilnehmer:innen mit verschiedenen Aspekten unserer Kirchbauten beschäftigten. Da gab es Einheiten zum bewussten Einsatz der eigenen Stimme, zur Suche nach dem roten Faden für eine geplante Kirchenführung, sehen-entdecken-erkennen, was in den Kirchenräumen steckt, welche biblischen Geschichten oder Heilige dargestellt werden und warum, wie sich im Laufe der Jahrhunderte die Form der Gottesdienste verändert haben und damit auch die Gestaltung der Kirchenräume und nicht zuletzt immer wieder die Frage, warum steht diese Kirche an diesem Ort, wie haben die vielen Generationen hier erlebt, gefeiert, geweint, gelacht und so ihren Glauben auch in den ehrwürdigen Mauern „gespeichert“. "Jede:r Kirchenführer:in hat für 'seine/ihre' Kirche ein schriftliches Konzept für eine Führung erstellt, das sie im letzten Modul vorgestellt haben – so unterschiedlich, vielfältig und abwechslungsreich in Zielgruppen und Schwerpunktsetzungen. Doch allen gleich ist die Freude, das Staunen und die Liebe, mit der sie die Botschaft ihrer Kirche vermitteln wollen", so Manfred Zeller, der gemeinsam mit Josef Redl den Kurs organisierte und begleitete.

Gefördert wurde diese von der wba zertifizierte Ausbildung auch von drei Leader-Regionen im Weinviertel (Weinviertel-Ost, Manhartsberg und Marchfeld).

Die ausgebildeten Kirchenführer:innen bieten immer wieder die Gelegenheit, sich intensiver mit einer Kirche zu beschäftigen - noch genauer hinzuschauen und so mit Respekt und Ehrfurcht das Gotteshaus lesen zu lernen. Alle bisher ausgebildeten Kirchenführer:innen mit ihren zugehörigen Kirchen finden Sie hier: https://www.bildungswerk.at/aktuelles/?a=194

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