Der Passfälscher (D 2022)
Filmmontag
Otto Friedrich, Christian Rathner1090 Wien, Währingerstraße 12, Votiv Kino
Kosten: € 10,50 Tickets bei votivkino.at oder an der Abendkasse
Mo. 16.11.2026, 19:30 - 21:30 Uhr
Kosten: € 10,50 Tickets bei votivkino.at oder an der Abendkasse
Kosten: € 10,50 Tickets bei votivkino.at oder an der Abendkasse
Die deutsche Regisseurin Maggie Peren wagt es mit dem Film sich dem ernsten Geschehen der NS-Herrschaft und dem Überleben von Juden in der Schoa komödiantisch zu nähern, ohne die Historie zu verharmlosen.
Sie erzählt in „Der Passfälscher“ die Geschichte von Cioma Schönhaus (1922–2015), der als Jude zunächst u.a. als Passfälscher in Berlin überlebte und sich dann, 1943, nach einer abenteuerlichen Flucht in Uniform eines Wehrmachtssoldaten in die Schweiz durchschlug. Regisseurin Peren geht diese Geschichte nicht als Heldenepos an, sondern zeigt Cioma und seinen Freund Det als junge jüdische Männer, die in den Tag hineinleben und sich der Verfolgung fast spielerisch zu entziehen suchen.
Das Leben unter diesem Regime war auch ein Leben mit heiteren bis grotesken Zügen, das Damoklesschwert der Deportation schwebte trotz allem über der Lebenslust dieser jungen Leute. Peren gelingt es, den Zwiespalt – es faustdick hinter den Ohren zu haben und dennoch an Leib und Leben bedroht zu sein – glaubhaft aufzulösen – was ganz wesentlich im Schauspiel von Louis Hofmann in der Rolle des Cioma gelingt. Im Anschluss an den Film Gespräch über diese Art der „Vergangenheitsbewältigung“ im Film. Infoartikel zu diesem Thema: Forum Zeit und Glaube